Was ist Sonnenbrand und was kann man dagegen unternehmen?

03.07.2017 01:00

Was tun, wenn es rot wird?

Sommerzeit, Sonnenzeit - manchmal bemerken wir allerdings erst nach einem schönen Tag draußen, dass der Sonnenbrand zugeschlagen und der aufgetragene UV-Schutz nicht ausgereicht hat. Ab und zu wird auch die "ganz kurze Strecke" auf dem Fahrrad oder das Sitzen auf einer Bank unterschätzt. Was man für die beanspruchte Haut tun kann, wenn es doch einmal zu spät für Vorbeugung ist, empfehlen wir in unserem Ferien-Spezial.

Au - ich habe Sonnenbrand!

Fast jeder kennt es: Man bekommt nie so oft freundschaftlich zur Begrüßung auf die Schulter geklopft wie in den Zeiten, wenn sich genau dort ein akuter Sonnenbrand unter dem T-Shirt versteckt. Manchmal handeln wir einfach in puncto Sonnenschutz wider besseres Wissen und sagen uns, das man sich "für die fünf Minuten Fußweg ja nicht extra überall mit Sonnenmilch eincremen" müsse. Hinterher wird der Verzicht auf UV-Schutz nicht selten bereut, denn immer schneller rötet sich die empfindliche Haut, sogar Blasen kann sie schlagen.

Wind und Wellen wirken kühl - trotzdem Vorsicht

Besonders tückisch ist das in der Nähe von Gewässer: Weht ein eher kühler Wind, denken Wasserratten und Badenixen gleich noch weniger daran, dass ihre Haut verbrennen könnte. Aber auch im Schwimmbad können wir uns ganz leicht "verbrennen", denn mehr als drei Viertel der UV-Strahlung dringt laut Forschern noch bis mindestens eine Armlänge unter der Wasseroberfläche vor. Dieser Effekt wirkt wie eine Lupe über unserer Haut, die dadurch um ein bis zu Vierfaches schneller verbrennen kann als an Land.

Was "verbrennt" da eigentlich genau beim Sonnenbrand?

Aber was ist ein Sonnenbrand (medizinischer Fachbegriff: Dermatitis solaris) eigentlich genau? Tatsächlich ähnelt das Phänomen "Sonnenbrand" laut Wissenschaft einer Verbrennung ersten bis zweiten Grades unserer Haut sehr. Sie wird rot (UV- Erythem), schmerzt, spannt, kann Bläschen ausbilden und jucken. Nach etwa einem Tag sind die Symptome am stärksten und wirken auch noch nach der schädlichen Sonneneinstrahlung, etwa abends und nachts, mit großer Kraft nach. Die Haut kann dabei noch sehr viel Wärme abgeben und regelrecht "glühen." Zwischen zwei bis drei Tagen und einer gesamten Woche Zeit benötigt die Haut, übrigens unser größtes Organ, um sich von diesen Schäden ihrer oberen Hautschichten zu erholen und zu regenerieren.

In schweren Fällen kann Hautkrebs entstehen, weswegen rechtzeitiges Vorbeugen mit wasserfesten Sonnenschutzprodukten, die eines ausreichend hohen Schutz vor UV-A und UV-B bieten, immer die bessere Wahl ist. Vor allem Kinderhaut ist natürlich extrem schutzbedürftig, aber auch im Erwachsenenalter sollte man sich niemals "ohne" der Sonnenstrahlung aussetzen.

Einen positiven Effekt hat die Sonne allerdings noch auf unseren Organismus: Schon eine Viertelstunde Spazierengehen reicht, damit der Körper selbst Vitamin D bilden kann. Dieses ist wichtig für starke Knochen und Zähne, und es hebt die Stimmung.

Hausmittel helfen - außer bei Bläschenbildung und Wunden

Bläschen dürfen grundsätzlich niemals geöffnet werden - hier ist ein zeitnaher Arztbesuch Pflicht. Bei leichter bis mittlerer Rötung kann man, sofern keine schlimmeren Symptome wie Bläschenbildung, Kopfschmerz oder sogar Schwindel und Übelkeit auftreten, auch selbst behandeln. Als "Hausmittel" bewährt hat sich auch, Quark oder Joghurt in einer dickeren Schicht aufzutragen und so lange einwirken zu lassen, bis die kühlende Wirkung wieder nachlässt. Kühlpackungen und Gefrierakkus aus dem Tiefkühlfach empfehlen Mediziner auf keinen Fall, da der Sonnenbrand sonst ins Gegenteil verkehrt wird und die geschädigte Haut dann eine Erfrierung ausbilden kann. Das ist tückisch, weil die betroffene Person auch das wiederum in der beeinträchtigten Empfindung von Wärme und Kälte erst viel zu spät bemerken würde.

Lavendel, Kamille und Aloe Vera

Aloe-Vera-Gel, am besten in kontrollierter Bio-Qualität, lindert ebenfalls einen leichten Sonnenbrand: Das Mark der Blätter enthält die Mineralstoffe Calcium, Magnesium, Zink und Selen. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass einige Menschen allergisch reagieren können. Dies gilt ebenfalls für Umschläge mit Kamillenextrakt. Lavendelöl oder -tee eignen sich ebenfalls. Aber auch ohne Zusätze wirken kühlende Umschläge, für die man am besten fusselfreie Leinentücher kurz in mild kühles Wasser einlegt und vor der Verwendung sanft auswringt. Wichtig ist auch hier, dass kein Eiswasser verwendet wird - so kühl, wie das Wasser in der kühlsten Stufe aus dem Hahn kommt, reicht völlig aus.

Immer wichtig: Wasser trinken

Egal, ob zur Vorbeugung oder wenn bereits Beeinträchtigungen durch ein Zuviel an Sonne vorliegen: Viel Wasser oder Tee trinken hilft. Auch hier sollte das Getränk nicht eiskalt aus dem Kühlschrank kommen - Zimmertemperatur ist besser, weil der Körper ansonsten wieder seine Temperatur dadurch erhöht, dass er das aufgenommene Wasser erst auf "Betriebstemperatur" erwärmen muss. Darum trinken die Menschen in vielen Ländern mit heißem Klima sogar warme Getränke bei großer Hitze, zum Beispiel auch Salbeitee gegen das übermäßige Schwitzen. Am wichtigsten ist jedoch immer, den erhöhten Flüssigkeitsverlust des Körpers im Sommer überhaupt zeitnah und kontinuierlich auszugleichen.


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