Tipp: Wachsflecken entfernen

12.12.2016 00:00

Gerade in der Adventszeit ist es schnell passiert: Man pustet eine große Kerze auf dem Tisch oder am Adventskranz aus, und schon bildet auslaufendes Kerzenwachs einen unschönen Fleck auf der Tischdecke oder auf der Kleidung. Und das meist auch noch bunt gefärbt. Was kann man dann noch machen, um das Textil zu retten? Wir geben einige Tipps für die "Erste Hilfe" bei Wachsflecken.

Das Essen schmeckt gut und der Kerzenschein sorgt für eine festliche Atmosphäre. Wenn dann doch eine Kerze tropft und einen hässlichen Wachsfleck zur Folge hat, ist die Reaktion oft, möglichst schnell mit einer Serviette das Wachs wegzureiben. Das ist leider keine so gute Idee, denn solange das Wachs noch warm und weich oder sogar flüssig ist, vergrößern Sie den Fleck wahrscheinlich sogar noch bei dieser Art von "Rettungsversuch". Mit einem Stück Küchenpapier muss man beinahe unmöglich schnell reagieren, damit das flüssige Wachs noch aufgesogen werden kann, bevor es zu spät ist.

Also lieber doch ein wenig abwarten, bis alles erkaltet ist: Das ausgehärtete Wachs lässt sich dann auf alle Fälle viel leichter wegkratzen und entsorgen. Dafür sollte allerdings lieber ein stumpfer Schaber oder ein ähnlicher Gegenstand verwendet werden, niemals ein Messer - das sorgt nur für Verletzungsgefahr und Kratzer oder Schnitte.

Damit der Prozess des Aushärtens schneller Erfolg hat, können Deckchen und Co. auch dann, wenn das Wachs nicht mehr flüssig rinnt, schnell ins Tiefkühlfach gelegt werden. Das wirkt üblicherweise auch besonders gut gegen farbige Wachsreste.

Bei nicht sehr empfindlichen Textilien oder synthetischen Teppichen, die besser in die chemische Reinigung gegeben werden sollten, kann auch versuchsweise zuerst ein Stück Löschpapier aufgelegt werden. Dann mit dem Bügeleisen ganz langsam und nur bei geringer Hitze geduldig darüber bügeln, bis das flüssige Wachs idealerweise aufgesaugt wird. Vorsicht ist aber unbedingt geboten, damit es nicht zu Schäden durch das heiße Bügeleisen kommt. Für ganz Vorsichtige darf hier auch alternativ ein Stück Küchenpapier oder eine Filtertüte zum Einsatz kommen.

Waschbeständige Textilien können hinterher mit einem Fleckentferner aus dem Reinigungregal behandelt und auch in der Maschine ausgewaschen werden. Kann das Textil bei bis zu 60 Grad in die Kochwäsche, dürften auch letzte Wachsreste endgültig der Vergangenheit angehören.

Für Möbel empfehlen Haushaltsprofis ein Kältespray, um das Wachs schneller auszuhärten. Auf Steinböden ist allerdings von dieser Methode abzuraten. Essigwasser soll hier stattdessen hartnäckige Farbreste lösen, allerdings ist die Rückmeldung der Anwender bei diesem Kniff durchmischt.

Gegen eingetrocknete Flecken auf Wildleder kann am besten ein handelsüblicher Schmutzradierer zur späteren Entfernung des Malheurs benutzt werden.