Gewürze: magenschonend zu den Festtagen

21.12.2016 00:15

Gewürze: magenschonend zu den Festtagen

Anis, Kardamom, Zimt und Safran - das alles gehört in die Weihnachtszeit mindestens genauso wie Kerzen, Tannenduft und Vorfreude. Weihnachtliche Zutaten erfreuen nicht nur unseren Gaumen, sondern können sogar mehr für uns tun. Mit magenschonenden und verdauungsfördernden Eigenschaften nämlich helfen viele von ihnen, dass wir ohne Bauchkrämpfe und Sodbrennen durch die Festtage kommen.

An Weihnachten und Silvester schlagen wir schon einmal über die Stränge, wenn es zu viel von allem gibt: Zu viel Essen, zu fettig, zu schwer, zu kalorienreich. Dabei sind es gerade die Gewürze und Zutaten der Saison, die in der der Küche hilfreich gegensteuern können! Wir schauen uns heute mit Ihnen in der weihnachtlichen Küche um.

Da wäre der Anis, denn die Früchte des Sternanis lösen Krämpfe. Sie haben aber auch bei Erkältungen eine schleimlösende Wirkung. Aufgrund der ätherischen Öle findet eine Aufnahme in Magen und Darm statt und sorgt dafür, dass schnell wieder eine Entspannung im gestressten Magen-Darm- Trakt einkehrt. Ein Fenchel-Anis-Kümmel-Tee sorgt für rasche Linderung bei Blähungen.

Beim Kardamom, der botanisch gesehen zu den Ingwergewächsen zählt, gestaltet sich die Wirkung ähnlich wie beim Anis. Auch hier bewirken ätherische Öle des Samens, dass die Verdauung gefördert und Blähungen gemildert werden. Ein Tee aus überbrühten Kardamomkapseln hilft, wenn es bereits zu Magenschmerzen gekommen ist. Im Ayurveda ist er ebenfalls sehr beliebt, um die verschleimende Wirkung der Milch noch zu neutralisieren.

Gewürznelken reihen sich die Liga der Krampflöser ein, zeichnen sich aber auch durch eine schmerzbekämpfende und antibakterielle Wirkung aus, die sehr gerne bei Entzündungen im Mundraum genutzt wird. In Chai-Tee und Currypulver sind die getrockneten Blütenknopsen dieses Myrtengewächses beispielsweise beigemischt, es reichen generell kleine Mengen aus. Zahnschmerzen und Zahnfleischbeschwerden können ebenfalls durch die ätherischen Öle akut gemildert werden, vor allem ist Eugenol enthalten. Für Schwangere sind Gewürznelken nicht zu empfehlen, da sie Wehen auslösen können und Eugenol das Blut verdünnen soll.

Auch Thymian ist in der weihnachtlichen, fettreichen Küche nicht zu verachten. Krampflösend wirkt natürlich auch er, und eine schmerzstillende Wirkung wird ihm nachgesagt. Sein ätherisches Öl wird sogar bei Durchfallerkrankungen und genauso zu deren Vermeidung empfohlen.

Zimt kann den Blutzuckerspiegel senken, wenn es doch einmal ein paar Köstlichkeiten zu viel geworden sind, und auch Ingwer hilft, ob als Beigabe zu den Speisen oder als Tee, wenn die Übelkeit durch zu viel Völlegefühl auftritt.

Der edle Safran, bekannt für seine gelbe Farbe, ist gegen Magenbeschwerden und Erkältungskrankheiten ebenfalls zu empfehlen. Mit den leichten Bitterstoffen kommt die Wirkung der feinen Fäden auch der Leber zugute. Der Appetit wird gemildert, die Stimmung durch eine Erhöhung des Serotoninspiegels durch Safran verbessert und das Sättigungsgefühl eher aktiviert - ein perfekter Begleiter für die Gewichtskontrolle.